Wir verwenden Cookies, um die Benutzerfreundlichkeit dieser Webseite zu erhöhen (mehr Informationen).

Leni Furrer

Jeder kennt sein Geburtsdatum, den Tag, an dem er von seiner Mutter in diese Welt hineingeboren wurde. Die Bibel spricht davon, dass der Mensch noch ein zweites Mal geboren werden kann. Bei diesem Vorgang ist der allmächtige Gott sein Vater und durch den Heiligen Geist wird er in die göttliche Familie hineingeboren. Das ist die Wiedergeburt.

Leni Furrer schildert in diesem Traktat, wie sie zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist. Nach einer Evangelisation, zu der sie von einem Freund eingeladen wurde, wies sie der Evangelist darauf hin, dass sie sich bekehren müsse. Zuvor war sie der Meinung, kein schlechter Christ zu sein, da sie ab und zu die Kirche besuchte, konfirmiert war und jeden Abend betete. Doch in den folgenden Tagen durchlebte sie einen inneren Kampf, der sie schlussendlich in Gottes Hände führte. Mit einfachen Worten spricht sie von diesem Moment und schildert kurz ihren Werdegang als Christ.

„Nun verstehen Sie, warum ich zweimal Geburtstag feiern kann: Am 8. Januar, weil ich ein Menschenkind wurde, und am 29. April, weil ich ein Gotteskind werden durfte. Dieses Geschenk eines neuen Lebens wünsche ich auch Ihnen!“

4 Seiten, Best.-Nr. 6-0, Kosten- und Verteilhinweise | Eindruck einer Kontaktadresse


Zweimal geboren
So wurde mein Leben völlig neu!

Wir alle kennen unser Geburtsdatum, den Tag, an dem wir von unserer Mutter in diese Welt hineingeboren wurden. Nun spricht die Bibel davon, dass wir ein zweites Mal geboren werden können. Bei diesem Vorgang schenkt Gott dem Menschen ein völlig neues Leben. Jemand, der Jesus Christus, den Sohn Gottes, in sein Leben aufnimmt, wird in geistlicher Hinsicht wiedergeboren und gehört fortan zur großen göttlichen Familie.

Lange Zeit wusste ich nichts von diesem wunderbaren Angebot. Eines Abends lud mich ein Freund zu einer Evangelisationsveranstaltung mit Wilhelm Pahls ein. „Evangelisation“ klang nach „evangelisch“ und das war ich ja. Also ging ich mit. Die Vorträge waren großartig, der Saal war immer voll. An einem Abend forderte der Redner seine Zuhörer auf, mit Handerheben zu bezeugen, dass sie mit seiner Botschaft einverstanden seien. Ich kannte diese Art von Bestätigung von Generalversammlungen her und hob daher die Hand.

Eigentlich galt dieser Aufruf nur denen, die ihr Leben Jesus Christus anvertrauen wollten, doch das merkte ich zu spät! Nun war ich dem Redner aufgefallen. Nach dem Vortrag kam er zu mir und bat um ein Gespräch. O Schreck, wozu? Was wollte er von mir? Mit viel Geduld machte er mir klar, dass ich mich „bekehren“ müsse: Ich sollte mich abwenden von meinem alten Weg ohne Gott, Jesus meine Sünden bekennen und ihn bitten, mein persönlicher Erretter und Herr zu werden. Wie bitte? Bekehrung – das war doch etwas für Heiden in Afrika, die noch nichts vom Christentum wussten!

Wieso sollte gerade ich mich bekehren? Ich hatte christliche Eltern, war getauft und konfirmiert und versuchte, ein anständiges Leben zu führen. Ich betete auch jeden Abend vor dem Schlafengehen, wie ich es als Kind gelernt hatte. Obwohl ich selten zur Kirche ging, meinte ich, ein einigermaßen guter Christ zu sein.

Doch jetzt wagte es dieser Evangelist zu sagen: „Leni, du musst dich bekehren, sonst gehst du verloren!“ Sollte ich diesen Schritt wagen? Aber wie? Und würde ich diesen „Vorsatz“ auch halten können? Während der folgenden Tage kam ich mir wie zwischen zwei Seilen vor, von denen mich jedes auf seine Seite ziehen wollte. Wem sollte ich mehr Glauben schenken? „Lass dich nur nicht in dieses fromme Zeug einwickeln! Du bist schon recht so, wie du bist!“, wurde ich gewarnt. Erst später verstand ich, dass sich dieser Kampf auch in der unsichtbaren Welt abspielte. Mein Leben war von Natur aus in der Hand des Widersachers Gottes, dem Teufel. Doch jetzt sollte ein Herrschaftswechsel stattfinden. Gott wollte mich befreien, meinem Leben eine neue Bedeutung geben und mich zu seinem Eigentum machen.

Es kam der Moment, wo ich nicht mehr weiter wusste und jeden Widerstand aufgab. Ich war am tiefsten Punkt meines Lebens angelangt und fühlte mich wie ein entwurzelter Baum. Hilflos, ratlos schluchzte ich unter vielen Tränen: „Herr Jesus, hier bin ich! Nimm mich an! Mache du mit mir, was du willst!“ Mein ganzes Leben, mein Sein und Haben, alles warf ich in die Hände Gottes, den ich eigentlich kaum kannte. Ich lieferte mich ihm völlig aus und wagte den Sprung ins Ungewisse. – Doch da stand ein liebevoller Gott, der schon auf mich wartete und mich mit seinen Armen auffing.

Augenblicklich strömte Frieden in mein Herz, ein Glücksgefühl, eine unaussprechliche Freude und die felsenfeste Gewissheit: „Gott hat mich als sein Kind angenommen! Jetzt gehöre ich ihm!“ Ich hätte jubeln können! Staunend empfand ich diese väterliche Liebe. Nie vorher hatte ich mich so rein gefühlt und auch so schwebend leicht, als wäre ein schwerer Rucksack von meinen Schultern gefallen. Das war meine Sündenlast, die ich mir im Laufe der Jahre unmerklich aufgeladen hatte. Gott nahm sie mir ab und ich war frei!

Dieses Erlebnis war meine Bekehrung und Wiedergeburt, der Start zu vielen neuen Erlebnissen mit meinem Herrn. Die Wiedergeburt im biblischen Sinne hat nichts mit der Reinkarnationslehre zu tun. Sie ist das Geschenk eines neuen Lebens an alle Menschen, die sich Jesus Christus anvertrauen.

Vorher kannte ich Jesus nur theoretisch. Er schien weit weg zu sein. Doch nun ist er mein bester Freund, mit dem ich über alles reden kann. Die verstaubte Bibel entpuppte sich als ein interessantes Buch, als ein Liebesbrief Gottes an mich persönlich und auch als Trost in Nöten. Ich trat einer Gemeinde von ebenfalls wiedergeborenen Menschen bei und erlebe herzliche Gemeinschaft mit diesen meinen Glaubensgeschwistern. Ich bekam aber auch eine neue Liebe zu meinen Mitmenschen, die – wie ich vorher – ahnungslos am größten Geschenk vorbeilaufen.

Nun verstehen Sie, warum ich zweimal Geburtstag feiern kann: Am 8. Januar, weil ich ein Menschenkind wurde, und am 29. April, weil ich ein Gotteskind werden durfte. Dieses wunderbare Geschenk wünsche ich auch Ihnen!

Leni Furrer